Ausbildung zum Hospizbegleiter erfolgreich abgeschlossen

Ausbildungsgruppe 2017

Am Samstag den 24. Juni 2017 schlossen 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Jugendhaus St. Kilian Miltenberg die Qualifizierung zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter  ab.

Von September 2016 setzten sich die Teilnehmer  in über 100 Unterrichtseinheiten, die nach den Ausbildungsrichtlinien des Bayerischen Hospiz,-und Palliativverbandes vorgegeben sind,  mit den Themenfeldern Krankheit, Sterben, Tod und Trauer auseinander.  Die Themenpalette  für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erstreckte sich über ein breites Feld, von rechtlichen Fragen zur Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht, Grundzügen der palliativmedizinischen Versorgung bis hin zur eigenen Trauer- und Verlustarbeit. Darüber hinaus war  eine Praxisphase in einem selbstgewählten Feld von mindestens 20 Stunden, wie  der Palliativstation, SAPV-Team Bayerischer Untermain ( spezialisierte ambulante Palliativversorgung ), in Pflegeheimen oder im häuslichen Bereich integriert.

In einer feierlichen Stunde die von Wiltrud Stoer und Hans Burkhardt gestaltet wurde, erhielten die 14 Teilnehmer ihre Zertifikate durch den ersten Vorsitzenden des Ökumenischen Hospizvereins Dr. Matthias Salefsky und den beiden Koordinatorinnen Stefanie Basch und Margarete Hohm, die die Ausbildung leiteten.

Zwei Seiten einer Medaille

Hospizbegleiter des Ökumenischen Hospizvereins im Landkreis Miltenberg bilden sich weiter

Zwölf Hospizbegleiter des Ökumenischen Hospizvereins  beschäftigten sich im Rahmen eines Seminartages mit dem Thema: Zwei Seiten einer Medaille - Wenn Schwerkranke und Angehörige die Situation unterschiedlich einschätzen.

Anhand von Fallbeispielen vermittelte die Referentin Frau Gertraud Kreuzer-Wehrsig mehrere Kommunikationshilfen und Konfliktlösungsstrategien. Die Teilnehmer konnten so lernen, gegebenenfalls zwischen den Schwerkranken und den Angehörigen zu vermitteln bzw. zur Seite zu stehen, auch wenn kein Konsens erreichbar ist.

Für das Tagesseminar konnte der Hospizverein die Referentin Gertraud Kreuzer-Wehrsig, die eine Praxis für Psychotherapie und Ressourcentraining in Bad Orb betreibt, gewinnen. Mit dem inhaltsvollen Seminartag, der im ev. Gemeindehaus in Erlenbach stattgefunden hat, wird den Teilnehmern ein weiteres wichtiges Rüstzeug für ihre wertvolle Arbeit mitgegeben

Der Hospizverein weist darauf hin, dass im September 2017 ein neuer Kurs für die Ausbildung zum/zur HospizbegleiterIn beginnt. Interessenten hierfür können sich im Hospizbüro  (Obernburg - Römerstraße 51) melden bzw. über die [HIER] aufgeführten Möglichkeiten Kontakt zu uns aufnehmen.

30 Gedanken zum Tod

„Wer oder was ist der Tod?” Niemand kennt aus persönlicher Erfahrung eine Antwort auf diese Frage. Dennoch betrifft sie jeden, denn der Tod ist unausweichlich. Wir leben als endliche Wesen, ohne zu wissen, was uns am Ende und wann uns das Ende erwartet. Dem entspricht, dass viele, sehr verschiedene Antworten auf die Frage nach dem Tod existieren: persönlich-existentielle, religiöse, juristische, politische, medizinische u.a.m.

Das Diskursprojekt zeichnet „30 Gedanken zum Tod”, geäußert von sterbenden Menschen, Ärzten, Seelsorgern, Politikern, Juristen, Künstlern und anderen Personen auf und stellt sie als Videoclips zur Ansicht in die sozialen Netzwerke (Facebook, Twitter, Vimeo, Tumblr). Die 30 Gedanken richten sich somit an jedermann, indem sie zur Auseinandersetzung aufrufen und zum Antworten auf die Frage einladen: „Wer oder was ist für Dich der Tod?”

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Diskursprojekt möchte dazu beitragen, dass öffentlich über den Tod in einer freien und zugleich einer demokratischen Art und Weise debattiert wird. Es geht darum, Erfahrungen und Expertisen zum Ausdruck und zur Geltung zu bringen, die für den gesellschaftlichen Diskurs und für jede individuelle Person wichtig sein können. Es ist das Ziel des Diskurses, die offene Ausbildung einer Haltung zur Endlichkeit des Lebens und einer Vorstellung vom Tod anzuregen.

[HIER] gelangen Sie zur Internetpräsenz des Projektes

Die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

  • Die „Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland“ setzt sich für Menschen ein, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind. Die fünf Leitsätze der Charta formulieren Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei immer der betroffene Mensch.

Seit Veröffentlichung der Charta im September 2010 ist es gelungen, viele weitere Akteure in den Prozess einzubeziehen, die gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den existentiellen Phänomenen Sterben, Tod und Trauer zu fördern und die Ziele der Charta stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. 1.582 Organisationen und Institutionen sowie 17.275 Einzelpersonen – darunter auch zahlreiche Politiker aller Ebenen – haben sich bisher mit ihrer Unterschrift für die Charta und ihre weitere Umsetzung eingesetzt.

(Stand: Juli 2017)

Unterstützen Sie die Charta durch Ihre Unterschrift.

Nähere Informationen finden Sie auf der Internetseite der Charta: www.charta-zur-betreuung-sterbender.de

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Unsere Hospizbegleiter und die Vorstandsmitglieder arbeiten ehrenamtlich. Bürokosten, Miete, die Ausbildung neuer Hospizbegleiter sowie deren Fortbildungen und Supervisionen finanzieren wir über Spenden.

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